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Die
öffentlichen Büchereien Das
öffentliche Büchereiwesen gehörte ursprünglich zu den Aufgaben
und Leistungen der hiesigen kommunalen Gemeindeverwaltungen. In unseren
Heimatgemeinden waren die Gemeindebüchereien, auch Volksbüchereien genannt,
in den jeweiligen Schulen der Gemeinden untergebracht. Häufig kümmerten
sich Lehrer ehrenamtlich um die bescheidenen Buchbestände. Einen Anschub
für den Ausbau der Büchereien als wichtige Bildungs- und Kultureinrichtung
erhielten die Kommunen ab 1955 durch die Fachstelle für Bibliothekswesen
bei der Bezirksregierung Lüneburg-Stade. Die Büchereiverwaltung in den
Gemeindebüchereien basierte weiterhin auf den ehrenamtlichen Helfern.
Bis 1974 leisteten vorwiegend die Gemeinden, der Kreis Rotenburg und
das Land finanzielle Beiträge zu Aufwendungen für Bücher, Material und
Einrichtung. Mit der kommunalen Neuordnung wurde nach § 72 (2) NGO die
Aufgabe ,,der Einrichtung und Unterhaltung der Büchereien" von
den Mitgliedsgemeinden auf die Samtgemeinde übertragen (Aufgabe des
übertragenen Wirkungskreises). Die Veränderungen im Schulwesen wirkten
sich nachteilig auf die Benutzung der Büchereien aus. Sie führten in
den 80er Jahren zur sukzessiven Übergabe von Teilen des Buchbestandes
in Horstedt und Bötersen in die Bücherei nach Sottrum. In Bötersen und
Horstedt wurden die Büchereien jedoch als Kinder- und Jugendbücherei
ehrenamtlich weitergeführt. In Ahausen und Hellwege blieben weiterhin
Kinder- und Erwachsenenliteratur ausleihbar. Der seit der Schulschließung
in Reeßum eingelagerte Buchbestand der Gemeindebücherei Reeßum wurde
schließlich 1990 an die Samtgemeindebücherei Sottrum übergeben. Ende
1988 löste der Kultusminister die Fachstellen für das öffentliche
Büchereiwesen auf. Sie gingen 1989/90 in den Büchereiverband Lüneburg-Stade
über, dem die Samtgemeinde seit 1991angehört. Alle Büchereileiter/innen
können Betreuung und Dienstleistungen (Buchbearbeitung, Material, Fortbildung)
durch den Büchereiverband nutzen. Die Samtgemeinde stellt nun ohne anderweitige
Zuschüsse die Finanzierung der Büchereien sicher.
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